Schwarz.

Nackte Beine bilden ein Kartenhaus. Lippen auf Kniescheiben, die Haut schmeckt immernoch süßlich nach Weserwasser. Geschlossene Augen lauschen dem brummenden Atem des Personalcomputers im Hintergrund und wünschen sich, dass Meerrauschen daraus würde. Während ich schwamm dachte ich an unsere Phantasie. Ich wollte untergehen und gerettet werden. Du solltest dich festhalten an meinem Beckenrand und mich beatmen, bis ich Sterne sehe. Dir willenlos ergeben. Mein Körper in atemloser Dunkelheit. Die kleinen Wellen drückten mich zur Seite. Es war befreiend und eiskalt. Ich war dort zu sehr allein. Keinen einzigen Meter weiter hätte ich schwimmen können. Schwindelige Beine aus Wackelpudding schleppten mich zur Handtuchinsel. Irgendwas in mir wusste, du würdest meinen Untergang gar nicht bemerken und stattdessen vom Rettungsturm aus dem Mädchen vom Tennisclub hinterher pfeifen, die deine Aufmerksamkeit in diesem Moment absolut nicht verdiente. Rette dich selbst oder geh unter.  Aber leise, bitte. – Stille Wasser sind tief.

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