Puppet

(foto via)

kleinen böhen widersteht sie. sie steht da auf ihren eigenen füßen und schwankt lediglich von einer seite zur anderen, pendelt ihr gleichgewicht wieder ein und hält stand. bei größeren stürmen braucht sie die bänder, die freunde stramm ziehen, von allen seiten, damit sie nicht umfällt. diese freunde lassen jedoch mehr und mehr los, denn auf einmal finden sie alle etwas neues, an dem sie festhalten möchten und da ist keine hand mehr frei für ihr band. sie spührt, dass sie instabiler wird, aber da ist kein neuer halt in sicht. um so mehr hält sie an einem letzten seidenen faden fest. er hat die größte macht über sie und kann sie bis in den himmel heben. sie braucht ihn gegen den sturm und gegen das gefühl des alleinseins. er verspricht ihr, niemals zu reißen. und er reißt auch nicht – aber er löst sich und reißt sich gewaltsam los, immer wieder, und zieht sie nur gelegentlich und für einen kurzen Zeitraum wieder hoch, gerade so lange, wie er Lust hat, sie zu halten. je höher er sie zieht, um so tiefer fällt sie dann. der aufprall ist hart und ihre knochen werden nicht stablier – im Gegenteil. aber sie hat angst, auch noch das letzte seil loszulassen – und sie liebt es so, zu fliegen.

Ich weiß, ich sollte mir Flügel wachsen lassen, loslassen und aufhören abhängig zu sein. Engel fliegen einsam.

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