Indikativ

 

Wir könnten einfach von heute auf morgen unsere Koffer packen, uns einen großen Van suchen, den Kofferraum vollpacken, mit Gitarren und Montermonikas, Holzkohle und Decken und gemeinsam verschwinden. Ohne ein Wort. Einfach abhauen. Hinter uns den grauen Klausurstress lassen und auf unser Abi scheißen. Wir könnten den ganzen Tag geradeaus fahren, ganz egal. Wir könnten nachts im Auto schlafen, oder ein Lager aufschlagen und vorm Lagerfeuer die ganze Nacht Sterne beobachten. Wir würden Bier trinken und Honigmelonen essen und unsere Namen in den Sand schreiben. Wir würden im Auto die Musik aufdrehen und die halbverstandenen Songtexte mitgrölen, wir würden die Fenster öffnen und mit geschlossenen Augen den Wind in den Haaren spüren und aufwachen, aus der Trance, wir würden wieder anfangen zu leben und spüren, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Ziele gäbe es genug. Wir könnten fahren, bis es nicht mehr weiter ginge und am Meer bleiben, ohne nachzudenken. Wir könnten den Alltag hinter uns lassen und endlich im hier und jetzt ankommen. Und wir würden wissen, ob wir jemals wieder zurück wollen oder nicht. Und dann könnten wir neu starten. Vielleicht in alle Himmelsrichtungen, aber jeder mit einem Ziel.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s