Du bist immer so fixiert auf das, was noch fehlt

Du hörst gar nicht mehr auf zu reden, Kind.
Das hatten wir doch schon tausend Mal.
Warum fängst du wieder von vorne damit an?
Ich kann das wirklich nicht mehr hörn…
Oh, deine Zukunft ist so ungewiss,
dein Leben voller Angst und Schiss, du fängst erst gar nichts an,
denn es ist so gemütlich und sicher,
auf deiner Insel voller Leid, jaja…

Und jetzt schau dich an.
Und sag mir dann:
Denkst du wirklich, du wärst so interessant,
wenn du dich suhlst in deinem Schmerz?
Bla, bla, bla…
Ist es wirklich so toll, hilflos zu sein?
Du bist so groß und machst dich selbst so seltsam klein.
Du bist immer so fixiert auf das, was noch fehlt.
Und jetzt schau nicht so gequält – das sieht scheiße aus!

Ich mein, das Leben ist nicht einfach,
doch ein bisschen was geht immer, du sagst, du hast alles versucht,
doch du versumpfst in deinem Zimmer, du kannst doch gehn wohin du willst,
du kannst gehn wohin du willst, doch du bleibst,
du bist sowas von feige und träge.
Sei doch ehrlich, sei doch ehrlich, sei doch ehrlich, sei doch einmal ehrlich…

Und jetzt schau dich an.
Und sag mir dann:
Denkst du wirklich, du wärst so interessant,
wenn du dich suhlst in deinem Schmerz?
Bla, bla, bla…
Ist es wirklich so toll, hilflos zu sein?
Du bist so groß und machst dich selbst so seltsam klein.
Du bist immer so fixiert auf das, was noch fehlt.
Und jetzt schau nicht so gequält – das sieht scheiße aus!

Zugegeben, dieses Lied haut mir ein bisschen auf die Fresse. Ich weiß, er hat Recht. Ich hatte ja gerade beschlossen, meine Erwartungen herunter zu schrauben und aus Zitronen Tequila zu machen, oder wie dieser wunderbare Spruch eben geht. Weil hinterherlaufen ermüdend ist und anstrengend und enttäuschend sein kann. Doch Spieglein, Spieglein, er hat Recht, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Es ist doch völlig utopisch darauf zu warten, dass immer alles vor meinen Füßen landet. – Ich bin für kämpfen – solange, wie es einem sinnvoll erscheint. Und wenn man sein Ziel nicht erreicht, sollte man seinen Plan B in der Hintertasche haben, lächeln und sich sagen: Dann eben nicht. Du weißt ja nicht, was du verpasst…

Und manchmal reicht vielleicht schon die Einsicht, dass vielleicht das, was man nie wollte, doch besser für einen ist. Hauptsache man versinkt nicht in seiner Insel voller Leid oder redet sich ein, versagt zu haben. People change, shit happens, life goes on. Ich werde mich umdrehen und in eine andere Richtung gehen.

[ispired by]

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