Eyes wide open

It’s not what you look at that matters. It’s what you see. Henry David Thoreau

Was mich an diesen Temperaturen stört ist, dass ich abends, wenn ich zu den Kaninchen gehe, nicht barfuß in die Schlappen springen kann, die den ganzen Tag in der Garage liegen, weil sie so kalt sind, dass es sich selbst mit dem stärksten Willen nicht aushalten lässt. Dass der Riegel an der Tür der kleinen Holzhütte dann immer klemmt, wenn man sie öffnen oder schließen will und sich die dunkle Holztür beim Öffnen kaum weiter als 50 cm bewegen lässt, weil der Schnee der Vortage hinter der Tür vom vielen Öffnen und Schließen schon so fest zusammen gedrückt worden ist. Aber heute war ein schönerer Tag, weil das Autoschloss auf dem Parkplatz einmal nicht zugefrohren ist, sondern mir stattdessen beim Einsteigen wieder dieser Geruch in die Nase stieg, den ich schon fast vergessen hatte – dieser Geruch, den Autos haben, wenn sie eine kleine Weile in der Sonne standen. Und gerade auf dem Weg in den Garten, war der Himmel so klar, dass ich mir ein leises Wow nicht verkneifen konnte. Nur für mich. Das war ein schönes Bild. Vor meiner Nase der dünne, große Ginko, auf der mir zugewandten Seite vom Licht auf der Terasse angestrahlt, dazu die dünne, glitzernde Schneedecke unter meinen Füßen und direkt vor meinen Augen die kleine weiße Atemwolke, die zu den hunderten silbernen Funkelsternen Richtung Himmel geflogen ist und von mir eine Gute Nacht ausgerichtet haben soll.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s