Cyberwelt vs. Realität

Menschen schreiben Gedanken auf ihr leeres Papier oder vielmehr in die große bunte irreale Welt der Zeichen, damit sie jeden erreichen, wenn er es zulässt. Dass ihr zwischen den Zeilen erfahren könnt, das etwas fehlt, nachdem man süchtig ist, weil man es so sehr vermisst hat. Keine Person, mehr eine Emotion. Gedanken entstehen aus Emotionen und nicht anders herum. Bestätigung zu finden, mit jedem Fünkchen Aufmerksamkeit, dass dann als Erfolgserlebnis hervorgeht, als würde es einem dann wirklich besser gehen. Und wenn es eine Lüge ist, reine Provokation, es funktioniert doch – nur für eine kleine Weile. Wieviel Energie geht hinein und was kommt zurück? Das lohnt sich nicht, auch wenn man nicht in Physik aufgepasst hat. Wenn man ehrlich ist, dann könnte man sich die Mühe sparen und vor allem änderts nichts an der Wirklichkeit. Im Gegenteil, weil man nicht mit beiden Füßen in der Realität steht, sondern sich immer mal wieder dahin zurück verirren muss, was einem dann vorkommt, wie eine Last. Erkennen und wütend werden, nicht auf Andere, auch nicht auf sich, sondern auf das. Und dann ist die Stärke da, die es braucht, nicht länger auf Reaktionen angewiesen zu sein, sondern sich selbst zu holen, was man braucht. Was man wirklich braucht. Und dann können sie mit den Köpfen schütteln und die großen Fragezeichen vor den Gesichtern nicht länger verstecken, weil sie verloren haben.

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