Zebrastreifenbegegnung.

Vielleicht sollte ich in die Stadt ziehen.

Heute hab ich lange gebraucht, bis ich wusste, worüber ich schreiben möchte.
Über die 2 Wochen Praktikum in Hannover könnte ich ein Buch schreiben. Und das weniger über das Praktikum an sich, vielmehr über die Menschen die ich gesehen habe.

Da war ein Moment, der so unwirklich war. So filmreif irgendwie, nichts spektakuläres, aber trotzdem besonders.

Ich war gerade aus der Straßenbahn ausgestiegen und musste zwei Straßen überqueren. Die Fußgängerampel zeigte rot und ich drückte den gelben Knopf am Pfeiler. Während ich gedankenverloren wartete, fiel mein Blick auf die andere Straßenseite.

Dort stand ein Typ (was es für Typ an Synonymen im Internet gibt..geht ja gar nicht.. u.a. Mannsbild, Macker, Krone der Schöpfung..äääh?), ziemlich hübsch, etwas älter als ich. Schnell wandte ich den Blick ab. Auch er musste mich schon gesehen haben, ich stand ja schon eine Weile da, sah aber auch nur auf den Boden vor sich.
So standen wir da und die Ampel wurde und wurde nicht grün.
Es war als würden wir uns beide ansehen wollen, aber es nicht können.

Autos fuhren an uns vorbei, aber den grauen Verkehrsmuff hab ich plötzlich gar nicht mehr wahrgenommen, einfach ausgeblendet.

Dann war die Straße zwischen uns endlich wieder leer. Die Autos standen vor der Zebtrastreifen-Markierung und die Ampel schaltete auf grün um.

Wir gingen beide los, immer noch gesenkten Blickes, als wäre es verboten den Anderen anzuschauen.
Langsam, Schritt für Schritt. Aber wir sahen nicht auf.
Es waren nur 1-2 Meter zwischen uns, als wir gleichzeitig hochschauten und uns in die Augen sahen. Wir haben beide gelächelt, ohne den Blick des Anderen zuvor gesehen zu haben.
Sowas ist mir noch nie passiert.
Es war, als würde die Chemie einfach stimmen. Ein komisches Gefühl im Bauch, aber ein Gutes… als würde die Zeit kurz stehen bleiben und der Moment, die Schritte in Slowmotion ablaufen. Der Blick kam mir lang vor, dabei können es nur wenige Sekunden gewesen sein (zumal ich Blicken in die Augen meist nicht länger als 5,3513 Sekunden stand halten kann.. dann bin ich schon ziemlich gut).
Und der roch so gut!

Naja.. dann waren wir an einander vorbei und erreichten die andere Straßenseite.
Und in dem Moment, als ich mich heimlich nocheinmal nach ihm umdrehte, drehte auch er nocheinmal den Kopf und unsere Blicke trafen sich wieder.

Ich hab ihn nur einmal dort gesehen, aber wenn mir sowas nochmal passieren sollte, hab ich einen Zettel mit meiner Handynummer dabei, dem ich ihm im Vorbeigehen in die Tasche stecke.. jawohl. ..wenn ich in die Stadt zeihe.

zebrastreifen
tut mir leid, von dem Originalzebrastreifen in Hannover hatte ich jetzt kein Foto..:D der hier ist aus Portland, meine erste Amerikatour (:

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2 Antworten auf “Zebrastreifenbegegnung.”

  1. ja ich nochmal^^
    zur jungen psychologie:
    sprich sie einfach an und sag was du denkst wir sind nicht ganz so nachtragend XD

  2. vielleicht triffst du ihn ja nochmal wieder. man sieht sich ja bekanntlich immer zweimal im leben^^
    und das Foto…
    Göttlich :D:D:D

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